Sonne, Gesundheit, Hautkrebs und gefährliche Sonnenblocker

Früher stand die Sonne für alles was positiv war. Gute Laune, verbesserte Psyche und das Vertreiben von Winterblues, das Ende ständigen Schnupfens und anderer Infektionen. Hautkranke wurden zur Kur zum Sonnenbaden geschickt und eine edle Bräune stand nicht nur für ein gutes Aussehen, sondern auch für den Ausdruck strotzender Gesundheit.

Was man dabei sogar noch unterschätzte oder noch nicht wusste: Die heutige Grundlagenforschung zur Evolutionsbiologie, Physiologie und Krankheitsentstehung zeigt, dass Sonne und UV-Strahlung einen sogar noch weitaus elementareren Gesundheitsfaktor darstellen, als jemals vermutet. Denn die menschliche Physiologie ist so ausgelegt, dass der Organismus zwingend auf den unmittelbaren Einfluss der Sonne auf Augen und Haut angewiesen ist.

wanderung-homo-sapiens

Als der moderne Homo Sapiens vor 30.000-10.000 Jahren aus Afrika in die sonnenarmen nördlichen Breitengrade auswanderte, überlebten wegen der elementaren Bedeutung der Sonne für die Gesundheit nur Menschen, deren Haut weniger blockierend auf die UV-Strahlung reagierte, also heller war. Je weiter nördlich die Auswanderer vordrangen, desto weißer musste die Haut werden. Was nicht verloren ging war die Fähigkeit, bei Bedarf - also bei kurzfristig hoher UV-Strahlung im Hochsommer - vorübergehend wieder mehr Bräune und damit einen Schutz vor einem Übermaß an Strahlung zu entwickeln. Doch auch hier gab es Ausnahmen. Nach einigen tausend Jahren verloren Einwohner von nördlichen und zusätzlich auch noch sehr wolkenreichen Gegenden wie in England und Irland auch noch diese Feinregulation. Wie wir gleich sehen werden, ein wichtiger Aspekt für das negative Einschätzung der Sonne in der heutigen Zeit.

Noch bis zum Ende des 20. Jahrhunderts waren Risiken von Sonnenbaden kaum ein Thema. Und natürlich spielten bei dem sich ab den sechziger Jahren entwickelden Bräunungswahn auch Modeaspekte und soziale Faktoren einer Rolle. Wenn man sich einen Urlaub in fernen sonnigen Ländern leisten konnte, sollten das Freunde und Arbeitskollegen nach der Rückkehr auch direkt am Bräunungsgrad ablesen können. Die Reichen und Schönen waren braun und spätestens beim Versuch diese Bräune schnell und billig mittels Sonnenbank zu erlangen, stand nur noch die äußerliche Ästhetik im Mittelpunkt.

OzonlochKurz vor der Jahrtausendwende kippte das postive Bild der Sonne. Ausgangspunkt war eine Auswanderungswelle jüngeren Datums, nämlich die der sonnenempfindlichen und bräungsresistenten Briten, die sich erst wenige hundert Jahre zuvor ausgerechnet in einem der sonnenreichsten Gegenden der Welt niederließen, Australien. Und genau hier kam in der Neuzeit auch noch eine Folge der Industrialisierung dazu. Über Australien bildete sich ein Ozonloch (siehe Blaufärbung auf dem Satellitenbild rechts), das aggressive Strahlung exakt an der Stelle der Welt verstärkte, in der nun die sonnenempfindlichsten Bewohner der Welt lebten. Die Folge waren eine Dauerbelastung eines Hauttyps, der sich nicht über eine natürliche Bräunung schützen kann, starke und häufige Sonnenbrände und schließlich ein Anstieg der Hautkrebsfälle.

Heute im 21. Jahrhundert scheint die Bedeutung der Sonne auf zwei einfache Formeln zusammengeschrumpft zu sein:
Sonne = Krebsgefahr
Sonnenvermeidung = Gesundheit.

Eine fatale Vereinfachung!

Schwarzer Hautkrebs (Melanom)

In Gewebebereichen, die immer wieder und ohne die Möglichkeit zur Regeneration oder zur Anpassung durch aggressive Einflüsse in ihrer Funktion gestört werden, steigt das Ausmaß an DNA-Schäden und damit das Krebsrisiko. Das gilt für Strahlenbelastung ebenso wie für chemische Belastung durch Rauchen, mechanische Störung durch Asbest oder selbst durch stetige Hitzeeinwirkung etwa durch den zu häufigen Genuss von heißen Getränken, selbst wenn diese wie beim Tee eigentlich als ausgesprochen gesund gelten. [1]

Eine Unterform des Hautkrebses, das Melanom, ist eine besonders lebensbedrohliche Erkrankung und die Diskussion möglicher Zusammenhänge zur Entstehung wird zurecht geführt. Auch dass eine häufige Schädigung der Hautzellstruktur durch Verbrennungen aufgrund übermäßige UV-Strahlung die Entwicklung von Melanomen fördern kann, ist allein aus physiologischer Sicht kaum anders zu erwarten. Doch nicht immer wird dabei ausreichend differenziert.

Häufigkeit

Nach den ersten Befunden zu erhöhten Melanomraten in Australien wurde in der Folgezeit auch aus anderen Ländern und selbst aus mittel- und nordeuropäischen Breitengraden scheinbar ähnliche Steigerungsraten berichtet, obgleich die UV-Strahlenhöhe selbst im Sommer hier um ein Vielfaches geringer ausfällt und bei den meisten Einwohnern die Fähigkeit zur natürlichen UV-Regulation mittels Hautbräunung noch ausreichend gut funktioniert.

Ein tatsächlich risikoverstärkener Faktor liegt in Veränderungen des Lifestyles, die sich in den letzten Jahrzehnten nachhaltig verändert haben. Die Menschen arbeiten zunehmend in geschlossenen Räumen und auch Kinder spielen immer weniger im Freien. Als Folge sind die meisten Hautflächen nur noch selten in kleinen Einzeldosen der Sonne ausgesetzt, eine UV-regulierede Bräunung findet kaum mehr statt und das erste richtige Sonnenbad des Jahres erfolgt immer häufiger direkt am Strand eines südlichen Urlaubsziels. Risiko und Zahl extremer Sonnenbrände nimmt dabei entsprechend zu.

Die Gefahr von Hautverbrennungen ist somit einerseits eine Folge extremer UV-Exposition, man könnte aber auch sagen eine Folge von zu wenig Sonne und damit von ausreichend natürlicher Anpassungsmöglichkeiten im Vorfeld (so sind etwa die Unterarme, die sich über das Frühjar meist langsam an die zunehmende Sonne anpassen können, selbst im Urlaub kaum sonnenbrandgefährdet, auch nicht bei Kindern).

Ein wenig (für viele vielleicht überraschende) Statistik: Von Melanomen sind hellhäutige Menschen häufiger betroffen als Menschen mit dunklerer Hautfarbe. So weit alles wie erwartet. Aber: Akademiker snd häufiger betroffen als Arbeiter, einkommensstarke Personengruppen mehr als Wenigverdiener (Urlaubsreisen?), Menschen, die in geschlossenen Räumen arbeiten häufiger (!) als ihre im Freien arbeitende Kollegen, und Personen, die sich nur selten UV-Strahlung aussetzen stärker als solche, die regelmäßiger in der Sonne sind. Melanome entstehen deshalb eher an Körperteilen, die im Alltag von Kleidung verdeckt und nicht der Sonne ausgesetzt sind. [2,3]

Menschen, die sich SELTENER im Freien und in der SONNE aufhalten, haben ein HÖHERES Melaonomrisiko!

Und ein weiterer Befund ist interessant und kann die scheinbar widersprüchlichen Befunde von seltener Sonnenexposition und erhöhtem Risiko für Melanome erklären. Leben in nördlichen Breitengraden, arbeiten in geschlossenen Räumen und seltener Aufenthalt im Freien sind die größten Risikofaktoren für Vitamin-D-Mangel. Während nun die Produktion von Vitamin D durch einzelnes extremes Sonnen, etwa im Urlaub, kurzfristig angeregt wird, treffen die hohen UV-Belastungen zu Beginn auf einen Organismus, dessen Reservoir an Vitamin D gering ist (bis sich ein optimaler Spiegel durch Sonnenexposition oder Substitution einstellt, kann es Monate dauern). Die Kombination gerade einer hohen UVA-Belastung in Kombination mit schlechtem Vitamin-D-Wert scheint ein besonderer Risikofaktor für die Entstehung von Melanomen zu sein (s.u.).

Die genannten Steigerungsraten von Melanomen sind zu einem nicht unwesentlichen Teil eine Folge eines in den Industrienationen erheblich verbesserten Hautscreenings. Melanome werden deshalb speziell in den letzten 30 Jahren wesentlich häufiger entdeckt, unabhängig ihrer tatsächlichen Auftretens. Dafür spricht auch, dass die Sterberaten beim Melanom stabil geblieben und teilweise sogar leicht gesunken sind. [3]

Sonne und sonstige Krebserkrankungen

Während bei den verschiedenen Hautkrebsformen die lokale Schädigung durch ständige oder intensive UV-Exposition im Vordergrund steht und extremes oder zu häufiges Sonnen ein Risiko darstellt, zeigt sich bei anderen Krebserkrankungen ein fast gegenteiliges Bild. Denn einer der gesundheitlich elementarsten Wirkungen der Sonne für den Menschen ist die durch die UV-Strahlung ausgelöste Produktion des Prohormons Cholecalciferol (meist und eigentlich nicht ganz korrekt als Vitamin D bezeichnet). "Vitamin D" ist neben anderen Aufgaben einer der wichtigsten Faktoren für ein optimal funktionierendes Immunsystem und die Vermeidung von Zellentartung, also Krebs. Wichtig dabei: ein Vitamin-D-Spiegel wie er natürlicherweise durch ein Leben in südlichen Breitengraden oder gezieltes Sonnenbaden entsteht, kann über eine normale Ernährung nicht erreicht werden.

vitamin d spiegel ernaerung

Zu den Krebsarten, deren Risiko durch Sonnenexposition und damit einher gehendem höherem Vitamin-D-Spiegel signifikant abnimmt (teilweise 40%) oder bei denen die Überlebensrate durch den verbesserten Vitamin-D-Status höher ist, gehören:

  • Lungenkrebs [10,20,26]
  • Bauchspeicheldrüsenkrebs [25]
  • Darmkrebs [5-7]
  • Brustkrebs [8,9]
  • Nierenkrebs [11]
  • Hautkrebs (Melanom) [19,22]
  • Sonstige [12,21]

Noch einmal zur Verdeutlichung, falls der zweitletzte Listenpunkt noch immer für manchen verwirrend erscheint:
Personen, die vergleichsweise regelmäßig UVB-Strahlung der Sonne ausgesetzt sind (gemäßigt und ohne häufigen Sonnenbrand) und ihren Vitamin-D-Spiegel dadurch deutlich erhöhen, erkranken statistisch seltener an schwarzen Hautkrebs, als Menschen, die sich in den gleichen Breitengraden selten oder gar nicht in der Sonne aufhalten.

Sonnencremes - ein zweischneidiges Schwert

Sonnenblocker
1. Risiko Vitamin-D-Mangel

Da dieses lebenswichtige Prohormon und Hormon eine elementare Bedeutung für die körpereigene Abwehr von Tumoren hat - auch gegenüber der Tumorentstehung im Hautbereich - wird schnell klar, dass ein Zuviel an Blockade den Krebsschutz nicht verstärkt, sondern ab einem bestimmten Punkt die Krebsentstehung sogar verstärkt. Das gilt selbst und nicht zuletzt für den gerfährlichste Form des Hautkrebs, das Melanom. [19,22 ]

2. Krebserregende Inhaltsstoffe in Sonnencremes

Der unmittelbare Grund für den Einsatz von Sonnencremes ist die Vermeidung von Sonnenbrand. Diese Aufgabe erfüllen praktisch alle Arten von Cremes, natürlich abhängig vom Hauttyp und dem Sonnenschutzfaktor.

Der Hauptgrund, warum Sonnencremes beziehungsweise Sunblocker heute allenthalben und teilweise massiv empfohlen und auch verwendet werden, ist die Vorbeugung von Hautkrebs. Weiter oben haben wir schon gesehen, dass eine allzu starke Blockade der UVB-Strahlung die natürliche Bildung von Vitamin D verhindert und so eine Krebsentstehung langfristig sogar befördern kann. Doch damit sind die beachtenswerten kritischen Punkte noch nicht erschöpft. Denn einzelne in Sonnencremes enthaltene Substanzen können selbst krebserregend wirken.

ARetinol und verwandte Verbindungen
Retinol und seine verwandten Verbindungen werden althergebracht als Vitamin A bezeichnet. Bei aktinischer Keratose, einer häufigen UV-bedingten Hautschädigung (meist Kopf und Nacken), wirkt ausreichend hoch dosiert eingenommenes Vitamin A der Entwicklung eines Epithelkarzinoms entgegen. [15].

Äußerlich aufgetragen dringen Retinolverbindungen in die Haut ein und entwickeln dort vielfältige und ebenfalls positive Wirkungen, etwa was die Reduktion alters- und lichtbedingter Faltenbildung oder UV-bedingter DNA-Schäden angeht. [16]

Auch gegenüber UVB-Strahlung wirkt Retinol blockierend (vergleichbar einem Lichtschutzfaktor von 20) und eignet sich somit vermeintlich als ideale Wirksubstanz für Sonnencremes. [17]

Doch hier gibt es eine Besonderheit zu beachten. Bevor Retinol, Retinol-Palmitat oder Retinsäure von der Haut aufgenommen werden können, stellen sie photoempfindliche Verbindungen dar. Das heißt, unmittelbar auftreffende UV-Strahlung wirkt auf die chemische Struktur zersetzend. Es entstehen toxische und krebserzeugende Verbindungen. In einer jüngsten Untersuchungen an Mäusen konnte gezeigt werden, dass die unter Sonnen- beziehungsweise UV-Einfluss entstehenden Zersetzungsprodukte in einem Ausmaß aggressiv waren, dass die Entstehung von Hautkrebs erhöht und die Überlebensrate der Tiere reduziert wurde. [18]

retinol-palmitat

Grafik: Das in Sonnencremes sehr häufig genutzte Retinolpalmitat wird unter dem Einfluss von Sonnenstrahlung schnell zersetzt und wirkt dann - statt vor Krebs zu schützen - seinerseits hautkrebserregend (mod. 18)


Gegensätzliche Wirkung von Retinol-Verbindungen mit und ohne UV-Strahlung

Retinol, Retinolpalmitat oder Retinsäure (Formen von Vitamin A) sind hochwirksame Schutzstoffe, die die Haut vor Sonnenbrand, Hautalterung und Hautkrebs schützen und zu ihrer Erneuerung beitragen, jedoch NUR wenn sie ausreichend lange VOR oder NACH dem Sonnen aufgetragen werden (z.B. jeweils als Nachtcreme). Als Bestandteil von Sonnencremes dagegen sollten sie aufgrund der unter Lichteinfluss entstehenden toxischen und unmittelbar krebsfördernden Zerfallsprodukte NICHT verwendet werden.

BSonnencremes mit verstärkter UVB-Blockade

Da die kurzwelligen UVB-Strahlen der Sonne hauptverantwortlich für den Sonnenbrand sind, entwickelten Sonnencremehersteller Präparate, die speziell den UVB-Anteil blockieren, UVA-Strahlen jedoch ganz oder teilweise passieren ließen. Auf diese Weise wird eine stärkere Bräunungswirkung erzielt mit - wie man bisher annahm - geringerem Gesundheitsrisko. Auch einige Leuchten in Sonnenbanken geben deshalb vor allem UVA-Strahlen ab.

Doch abgesehen vom Zusammenhang, dass UVA-Strahlen besonders tief in die Hautschicht eindringen und damit die Hautalterung zumindest bei zu häufiger Bestrahlung beschleunigen, wurden inzwischen deutliche Hinweise gefunden, dass gerade eine isolierte UVA-Belastung der Haut in Kombination mit einem geringem Vitamin-D-Spiegel das Melanomrisko erhöht (Vitamin D wird von der Haut durch auftreffende UVB-Strahlung erzeugt). [13]

Auch eine andere Untersuchung spricht für diesen Zusammenhang. Während die Anwendung von Sonnencreme bei Menschen aus südlicheren Breitengraden keinen negativen Einfluss auf die Entstehung von Melanomen hat, erkranken Personen aus nördlicheren Regionen (> 40 A°, also Mittel- und Nordeuropa) um so häufiger an schwarzem Hautkrebs, je mehr starke Sonnenschutzmittel (mit hoher UVB-Blockade) sie anwenden. [14]

Titan-Dioxid und Zink-Oxid

TitandioxidzinkoxidViele chemischen Inhaltstoffe, die in Sonnencremes Strahlung von der Haut abhalten sollen, machen bei manchen Menschen Probleme in Form von Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen. Titandioxid und Zinkoxid funktionieren hier anderes. Beide Stoffe stellen eher eine mechanische Barriere dar, indem sie UV-Strahlung zum Teil absorbieren und zu einem Teil einfach reflektieren (bei starker Anwendung sichtbar an einer weißen Schicht, die auf der Haut zu sehen ist). Titandioxid ist dabei etwas häufiger in herkömmlichen Cremes enthalten.
Zinkoxid bildet bei vergleichbarer Dosierung einen etwas weniger sichtbaren Film. Wichtiger aber, es absorbiert mehr UVA-Anteile und ist damit im Hinblick auf den Melanomschutz dem Titandioxid überlegen. [23,24]
Doch kaum bleibt Zinkoxid als der noch am wenigsten kritische und schädigende sonnenblockierende Inhaltsstoff übrig, gibt es auch da erhobene Zeigefinger, in diesem Fall von der amerikanischen Missouri Universität. In Nanopartikelgröße kann Zinkoxid unter UV-Einfluss die Entstehung von zellschädigenden Radikalen fördern. Zubereitungsformen mit mikrofeinen Nanopartikeln halten zunehmend Einzug in die Kosmetikindustrie.

Zusammenfassung - Auf einen Blick

  • Menschen mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel (besonders kritisch im Winter bis Frühsommer) sollten VOR intensivem Sonnenbaden (egal ob mit oder ohne Sonnencreme) den körpereigenen Vitamin-D-Spiegel - falls nötig über gezielte Supplementation - optimieren.

  • Sonnencremes können das Risiko für schwarzen Hautkrebs sogar erhöhen, wenn sie speziell bei Menschen mit niedrigem Vitamin-D-Spiegel verstärkt die UVB-Strahlung blockieren. Letzteres ist vor allem bei Produkten mit hohem Lichtschutzfaktor kritisch.

  • Ausschließlich solche Sonnencremes verwenden, die UVA- und UVB-Strahlung in gleicher Weise absorbieren beziehungsweise reflektieren (günstig sind zinkhaltigen Cremes mit nicht zu hohem Lichtschutzfaktor).

  • Statt der Verwendung von extremen Sunblockern (30+) und exzessivem Sonnenbaden besser nach einiger Zeit den Schatten aufsuchen.

  • Bei heller Haut speziell in südlichen Breitengraden (Mittelmeer und südlicher) sich grundsätzlich nicht ohne Bekleidung und Kopfbedeckung längere Zeit in der intensiven Mittagssonne aufhalten (11-15 Uhr).

  • Nicht die Vermeidung von Sonne schützt vor Krebserkrankungen (inklusive der Haut), sondern regelmäßiges aber dosiertes und dem Hauttyp angepasstes Sonnen - in Kombination mit einem optimalen Vitamin-D-Spiegel.


Literaturverzeichnis

[1] F. Islami et al., “Tea drinking habits and oesophageal cancer in a high risk area in northern Iran: population based case-control study.,” BMJ (Clinical research ed.), vol. 338, p. b929, Jan. 2009

[2] U. Leiter and C. Garbe, “Epidemiology of melanoma and nonmelanoma skin cancer--the role of sunlight.,” Advances in experimental medicine and biology, vol. 624, pp. 89-103, Jan. 2008.

[3] A. W. Kopf, T. G. Salopek, J. Slade, A. A. Marghoob, and R. S. Bart, “Techniques of cutaneous examination for the detection of skin cancer.,” Cancer, vol. 75, no. 2 Suppl, pp. 684-90, Jan. 1995.

[4] R. Norton and M. A. O’Connell, “Vitamin D: potential in the prevention and treatment of lung cancer.,” Anticancer research, vol. 32, no. 1, pp. 211-21, 2012.

[5] T. Yamaji, M. Iwasaki, S. Sasazuki, H. Sakamoto, T. Yoshida, and S. Tsugane, “Association between plasma 25-hydroxyvitamin D and colorectal adenoma according to dietary calcium intake and vitamin D receptor polymorphism.,” American journal of epidemiology, vol. 175, no. 3, pp. 236-44, Mar. 2012.

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[7] M. Jenab et al., “Association between pre-diagnostic circulating vitamin D concentration and risk of colorectal cancer in European populations:a nested case-control study.,” BMJ (Clinical research ed.), vol. 340, p. b5500, Jan. 2010.

[8] L. N. Anderson, M. Cotterchio, R. Vieth, and J. A. Knight, “Vitamin D and calcium intakes and breast cancer risk in pre- and postmenopausal women.,” The American journal of clinical nutrition, vol. 91, no. 6, pp. 1699-707, Jun. 2010.

[9] J. A. Knight, M. Lesosky, H. Barnett, J. M. Raboud, and R. Vieth, “Vitamin D and reduced risk of breast cancer: a population-based case-control study.,” Cancer epidemiology, biomarkers and prevention : a publication of the American Association for Cancer Research, cosponsored by the American Society of Preventive Oncology, vol. 16, no. 3, pp. 422-9, Mar. 2007.

[10] S. B. Mohr, C. F. Garland, E. D. Gorham, W. B. Grant, and F. C. Garland, “Could ultraviolet B irradiance and vitamin D be associated with lower incidence rates of lung cancer?,” Journal of epidemiology and community health, vol. 62, no. 1, pp. 69-74, Jan. 2008.

[11] S. Karami et al., “Occupational sunlight exposure and risk of renal cell carcinoma.,” Cancer, vol. 116, no. 8, pp. 2001-10, Apr. 2010.

[12] C. F. Garland et al., “The role of vitamin D in cancer prevention.,” American journal of public health, vol. 96, no. 2, pp. 252-61, Feb. 2006.

[13] D. E. Godar, R. J. Landry, and A. D. Lucas, “Increased UVA exposures and decreased cutaneous Vitamin D(3) levels may be responsible for the increasing incidence of melanoma.,” Medical hypotheses, vol. 72, no. 4, pp. 434-43, Apr. 2009.

[14] E. D. Gorham, S. B. Mohr, C. F. Garland, G. Chaplin, and F. C. Garland, “Do sunscreens increase risk of melanoma in populations residing at higher latitudes?,” Annals of epidemiology, vol. 17, no. 12, pp. 956-63, Dec. 2007.

[15] T. E. Moon et al., “Effect of retinol in preventing squamous cell skin cancer in moderate-risk subjects: a randomized, double-blind, controlled trial. Southwest Skin Cancer Prevention Study Group.,” Cancer epidemiology, biomarkers and prevention : a publication of the American Association for Cancer Research, cosponsored by the American Society of Preventive Oncology, vol. 6, no. 11, pp. 949-56, Nov. 1997.

[16] O. Sorg, S. Kuenzli, G. Kaya, and J.-H. Saurat, “Proposed mechanisms of action for retinoid derivatives in the treatment of skin aging.,” Journal of cosmetic dermatology, vol. 4, no. 4, pp. 237-44, Dec. 2005.

[17] C. Antille, C. Tran, O. Sorg, P. Carraux, L. Didierjean, and J.-H. Saurat, “Vitamin A exerts a photoprotective action in skin by absorbing ultraviolet B radiation.,” The Journal of investigative dermatology, vol. 121, no. 5, pp. 1163-7, Nov.2003.

[18] "Photocarcinogenesis Studies of Retinoic Acid and Retinyl Palmitate [CAS Nos. 302-79-4 (All-trans-retinoic acid) and 79-81-2 (All-trans-retinyl palmitate)] in SKH-1 Mice (simulated solar light and topical application study)." DRAFT technical report reviewed by the National Toxicology Program Technical Reports Peer Review Panel on January 26, 2011.

[19] J. A. Newton-Bishop et al., “Serum 25-hydroxyvitamin D3 levels are associated with breslow thickness at presentation and survival from melanoma.,” Journal of clinical oncology : official journal of the American Society of Clinical Oncology, vol. 27, no. 32, pp. 5439-44, Nov. 2009.

[20] A. C. Porojnicu et al., “Seasonal and geographical variations in lung cancer prognosis in Norway. Does Vitamin D from the sun play a role?,” Lung cancer (Amsterdam, Netherlands), vol. 55, no. 3, pp. 263-70, Mar. 2007.

[21] S. Tretli, G. G. Schwartz, P. A. Torjesen, and T. E. Robsahm, “Serum levels of 25-hydroxyvitamin D and survival in Norwegian patients with cancer of breast, colon, lung, and lymphoma: a population-based study.” Cancer causes u control,CCC, vol. 23, no. 2, pp. 363-70, Feb. 2012.

[22] J. A. Randerson-Moor et al., “Vitamin D receptor gene polymorphisms, serum 25-hydroxyvitamin D levels, and melanoma: UK case-control comparisons and a meta-analysis of published VDR data.,” European journal of cancer (Oxford, England : 1990), vol. 45, no. 18, pp. 3271-81, Dec. 2009.

[23] S. R. Pinnell, D. Fairhurst, R. Gillies, M. A. Mitchnick, and N. Kollias, “Microfine Zinc Oxide is a Superior Sunscreen Ingredient to Microfine Titanium Dioxide,” Dermatologic Surgery, vol. 26, no. 4, pp. 309-314, Apr. 2000.

[24] D. G. Beasley and T. A. Meyer, “Characterization of the UVA protection provided by avobenzone, zinc oxide, and titanium dioxide in broad-spectrum sunscreen products.,” American journal of clinical dermatology, vol. 11, no. 6, pp. 413-21, Dec. 2010.

[25] RE Neale, B Tran, DC Whiteman et al.: „Association between ambient ultraviolet radiation at birth, skin type, skin cancer history and pancreatic cancer.“ Presented at the American Association for Cancer Research´s Pancreatic Cancer, Progress and Challenges Conference, Lake Tahoe, NV, June, 2012

[26] R. Norton and M. A. O’Connell, “Vitamin D: potential in the prevention and treatment of lung cancer.,” Anticancer research, vol. 32, no. 1, pp. 211-21, 2012.

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